Vulkanschule

Vulkanismus für Schüler (5-9 Jahre)

Die Zahlen im Bild geben Euch einen Überblick über die Entstehung der Vulkane.

  1. Aufstieg von Magma
  2. Magmakammer
  3. Der Ausbruch
  4. Basaltstrom/Schlackenkegel
  5. Vulkanische Gesteine

Der Aufstieg von Magma

Die Erde besteht aus einem Erdkern, einem Erdmantel und der Erdkruste. Im Erdmantel, mehr als 100 Kilometer unter der Erde kocht ein Brei aus geschmolzenen Steinen. Dieser Brei heißt Gesteinsschmelze und er ist über 1.200 °C heiß.

Zum Vergleich: Das Wasser, das Deine Mutter auf dem Herd kocht, ist 100 °C heiß.

Erdquerschnitt

MagmakammerMagmakammer in der unteren und oberen Erdkruste

In diesem heißen Brei gibt es viele verschiedene Sorten von Steinen. Die leichten Steine steigen nach oben (Basalt). Andere enthalten Gasblasen, die beim Aufstieg mit jedem Meter größer werden. Auch diese Steine steigen nach oben (Schlackenkegel).

Eine dritte Art Steine bleibt erst mal in der Magmakammer liegen. Doch da immer mehr Gesteinsbrei von unten nachdrückt und immer mehr Gasblasen in die Magmakammer aufsteigen, wird es dort viel zu voll. Die Steine beginnen sich unter dem hohen Druck zu verfärben. Sie werden ganz hell (Bims).

Vulkanausbruch Laacher SeeDer Vulkanausbruch der Laacher See Vulkan

Im oberen Erdmantel befindet sich in verschiedenen Tiefen geschmolzenes Gestein. Dieses heißt Magma. Die Orte, an denen sich das Magma in sogenannten Magmakammern sammelt, liegen überwiegend an der Grenze Erdmantel/Erdkruste sowie in der Erdkruste selber. An einigen Stellen stieg das Magma direkt bis an die Erdoberfläche auf oder sammelte sich in Magmakammern, bevor es durch das Grundgebirge zur Erdoberfläche aufschoß, wie beim Laacher See vor ca. 13.000 Jahren.

Daher gab es plötzlich einen großen Knall und eine Explosion. Durch einen großen Riss wurden die Steine nach Draußen geschleudert. Dabei wurden auch sie von den Gasblasen zerrissen.

VulkanausbruchDa aber in der Magmakammer so viel Gas war, hat diese Steinart noch viel mehr Löcher als die Steine des Schlackenkegels. Sie sehen aus, wie ein löchriger Käse und sie sind so leicht, dass sie auf dem Wasser schwimmen. Man nennt sie Bims. Die Bimssteine sind so leicht, dass sie bei einem Ausbruch fast 40 km hoch in die Luft geschleudert wurden. Die schwereren von ihnen blieben in der Nähe des Schlots liegen.

Einige von den leichteren Steinen sind vom Wind bis nach Schweden und Italien geweht worden. Als der Vulkanausbruch nicht mehr so stark war, wurden die Bimssteine zu Asche geformt und fielen in manchen Tälern bis zu 60 m hoch. Diese Alblagerungen nennt man Trass.

Basaltstrom/Schlackenkegel

An der Oberfläche fließt das leichte und sehr heiße Material aus dem Krater langsam in einem breiten Strom, dem Basaltstrom, ab. Dabei kühlt es ab. Es entsteht Basalt. An der Ettringer Lay. kannst Du sehr gut erkennen, dass dieser heiße Steinbrei zu richtigen Säulen erstarrt ist.

Die anderen Steine mit den Gasblasen werden an der Oberfläche in viele kleine Stücke gerissen. Das liegt daran, dass die Gasblasen an der Erdoberfläche zerplatzen und so die Steine zersprengen. Du kannst heute noch die vielen kleinen Löcher in den Steinen sehen, die zeigen, wie viele Gasblasen mal in dem Stein drin waren. Die Steine bilden heute den Schlackenkegel.

Den Rest eines Schlackenkegels findest du am Nastberg.

Vulkanische Gesteine

Die vulkanischen Gesteine werden von uns Menschen auch heute noch genutzt: